2.1.21
may
18
2011
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Dropship – Wie funktioniert das Streckengeschäft?

Der Begriff Dropship (Streckengeschäft, Drop-Shipping, Direktversand) bezeichnet eine spezielle Form des Versandhandels.

Im klassischen Vertrieb wird die Ware vom Händler an den Kunden verkauft und versendet. Im Fall von Dropshipping kommt ein Dritter Protagonist ins Spiel: Der Dropshipper. Der Dropshipper ist Vertriebspartner des Händlers und vertreibt dessen Produkte, in der Regel online. Das Besondere hierbei ist, dass der Vertriebspartner die Ware zwar verkauft, jedoch nicht selber vorrätig hat oder lagert. Die verkaufte Ware wird vom Händler verschickt.

Der Vertriebspartner verkauft also die Ware an seinen Kunden und kümmert sich in der Regel auch um den Kundensupport. Nach dem Verkauf der Ware und Eingang der Zahlung übermittelt er die Versanddaten des Kunden an den Händler, der die Ware an den Kunden versendet. Der Vertriebspartner zahlt einen geringeren Preis. Die Differenz zwischen dem Preis den der Dropshipper an den Händler zahlt und dem Verkaufspreis des Dropshippers ist sein Gewinn.

Diese Form des Handelns hat einige Vorteile: Der Dropshipper muss in der Regel keine großen Investitionen tätigen. Im Gegensatz zum klassischen Vertrieb, bei dem der Vertriebspartner erst größere Mengen des Produktes beim Händler einkaufen muss, um dann die Ware selber zu vertreiben, zahlt der Dropshipper entweder eine kleinere Summe auf ein Guthabenkonto, von dem aus dann seine Bestellungen abgezogen werden, oder er zahlt die Bestellung nach Zahlungseingang seines Kunden.

Ein weiterer Vorteil für den Dropshipper ist das Wegfallen von Lagerung und Versand. Die Artikel bleiben immer beim Händler, der sich allein um den Versand kümmert.
Bei der Kundenbetreuung können verschiedene Regelungen getroffen werden. Da der Vertriebspartner oft nicht genug Kenntnis von den Produkten hat, kann es sein, dass der die Hilfe des Händlers benötigt um spezifische Kundenfragen zu beantworten.

Der Vorteil für den Händler ist hauptsächlich die Erschließung neuer Vertriebskanäle. In der Regel werden Dropship-Waren online verkauft, in eigenen Online-Shops oder auf Verkaufsplattformen wie Ebay, Amazon etc. Im Einzelhandel findet die Methode dahingehend nur sehr geringe Anwendung, da ja der Vertriebspartner wie gesagt nicht über die Ware verfügt. In Einzelfällen hat er ein Ansichtsprodukt vorrätig um es den Kunden vorzustellen.

Die Gewinnausschüttung bei dieser Vertriebsform ist meistens geringer als beim klassischen Vertrieb. Da jedoch viele Händler keine hohen Investitionen zum Einkauf des Produktes aufbringen möchten oder können, eignet sich diese Methode sehr gut für kleinere Händler, für die ein größeres Geschäft aus verschiedenen Gründen nicht in Frage kommt.

In der Regel werden Dropshipwaren neutral versendet. Der Kunde soll möglichst nicht wissen, dass die Ware nicht von dem Verkäufer kommt, von dem er gekauft hat. Außerdem soll so vermieden werden, dass der Kunde bei seiner eventuellen nächsten Bestellung direkt beim Händler kauft, der seinem Vertriebspartner so „die Kunden wegschnappen“ könnte. In der Regel handelt es sich beim Absender um eine neutrale Adresse z.B. des Lagers oder in einigen Fällen werden sogar die Daten des Dropshippers als Absender angegeben.

Wer sich für das Dropshipping interessiert sollte sich im Online-Handel und E-Marketing auskennen. Größere Kenntnisse z.B. im Webdesign oder Webshop-Gestaltung sind nicht unbedingt notwendig. Verkaufsplattformen wie Ebay oder Amazon bieten dem Dropshipper fertige Strukturen auf die er zugreifen kann und genießen hohes Ansehen. Deutsche Onlinehändler müssen beim Gewerbeamt angemeldet sein, eine Steuernummer oder den Kleinunternehmerstatus haben, wenn sie eine bestimmte Jahreseinkommensgrenze nicht überschreiten. Wer mit einem Dropshipping-Anbieter im Ausland Zusammenarbeit muss über eine Umsatzsteuernummer verfügen. Kleinunternehmerstatus wird meist nicht akzeptiert. In der Regel müssen bei Anmeldung in dem Vertriebssystem die entsprechenden Dokumente vorgelegt werden.

Wer nun auch loslegen möchte, der sollte sich überlegen, welche Produkte er verkaufen möchte und einfach losgoogeln und Anbieter suchen. Auch in Internetforen tauschen sich Interessierte über die Anbieter aus. Man sollte sich im Vorab über die Gewinnspanne informieren, diese kann bei den verschiedenen Händlern sehr unterschiedlich sein. Ebay-Händler sollten die entsprechenden Gebühren für den Verkauf nicht vergessen. Auch andere Dinge sollten beachtet werden: Stellt der Anbieter kostenlos Fotos, Texte und Informationen zur Verfügung? Gibt es ein Backoffice? Was passiert mit beschädigter oder auf dem Postweg verloren gegangener Ware? All dies sollte vor Beginn des Geschäfts beachtet werden. Und dann kann es auch schon losgehen mit Ihrem ganz eigenen Online-Business!

Written by admin in: Wirtschaft und Politik | Etiquetas:

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